Shadow of Woods
Description German
Kopfnoten: Kalabrische Bergamotte
Herznoten: Jasmin, Rose, Safran
Basisnoten: Zedernholz, Moschus, Sandelholz, Vetiver, Zypressenholz, Ambra, Kaschmirholz, Oud, Patschouli
Parfumeur: John Brown
Nachdem er alles verloren hatte, was ihm wichtig gewesen war, fand er nachts keinen Schlaf mehr. Erinnerungen kreisten in seinem Kopf, während die Stille jedes Gefühl noch lauter werden liess. Wenn die Wände zu eng wurden, verliess er das Haus und ging in den Wald.
Dort musste er niemandem erklären, weshalb er zerbrochen war. Er folgte den dunklen Wegen zwischen den Bäumen, atmete tief ein und liess die kalte Luft seine Gedanken beruhigen. Die klare Strahlkraft kalabrischer Bergamotte durchbrach die Schwere wie ein erster tiefer Atemzug nach einer langen Nacht.
Nach dem Regen roch der Wald nach feuchter Erde, nasser Rinde und dunklem Patchouli. Vetiver, Zedernholz und Zypressenholz erhoben sich kraftvoll aus dem Boden. An trockenen Tagen lagen warmes Sandelholz, Kaschmirholz und Oud in der Luft, durchzogen von Moschus und Ambra. Diese Gerüche wurden zu seinen stillen Begleitern.
Je tiefer er in den Wald ging, desto weiter liess er sein altes Leben hinter sich. Zwischen den mächtigen Bäumen entdeckte er Jasmin und Rose, deren feine Blüten sich selbst in der Dunkelheit öffneten. Safran verlieh ihrer Schönheit eine warme, beinahe ledrige Spannung. Sie erinnerten ihn daran, dass selbst an verborgenen Orten etwas Neues entstehen konnte.
Es gibt einen Schmerz, der nur wehtut. Und es gibt einen Schmerz, der einen Menschen verändert. Der Wald nahm ihm seine Vergangenheit nicht ab, doch er lehrte ihn, sie zu tragen. In seiner Stille begegnete er seinen Ängsten, seiner Wut und schliesslich sich selbst.
Er war hineingegangen wie ein gebrochener Junge, der vor seinem Leben fliehen wollte. Heraus kam ein erwachsener Mann, der verstanden hatte, dass Stärke nicht bedeutet, niemals zu fallen, sondern nach dem tiefsten Fall wieder aufzustehen.
Shadow of Woods ist die Erinnerung an den Duft des Waldes nach dem Regen und an seine trockene, warme Tiefe. An jenen Ort, an dem ein verlorener Mensch sich selbst wiederfand und beschloss, diesen Augenblick für immer in einem Flakon festzuhalten.
Er ging in den Wald, um seinen Schmerz zu vergessen. Er verliess ihn als der Mann, zu dem dieser Schmerz ihn gemacht hatte.